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Sonnenlicht hat für Körper und Seele viele wichtige, lebenserhaltende und -qualitätsfördernde Wirkungen. So regt es z.B. die Bildung bzw. Verwertung bestimmter Vitamine an, fördert die Produktion von Geschlechtshormonen, reguliert den Schlafrhythmus, setzt Stoffwechselprozesse in Gang und verbessert das psychische und allgemeine Wohlbefinden.
Doch wie bei so manchem gilt auch hier: allzu viel ist ungesund! Sonnenlicht verursacht nicht nur Hautirritationen wie Sonnenbrand, sondern kann auch zu so genannten Hitzeschäden führen. Die Apotheken Umschau informiert Sie über Symptome und erste Hilfe bei Sonnenstich sowie über seine Ursachen und die geeigneten vorbeugenden Maßnahmen.
[b]Was ist ein Sonnenstich?[/b]
Ein Sonnenstich entsteht durch eine Überhitzung des Kopf-, Hals- und Nackenbereiches. Die damit einhergehenden Irritationen der Hirnhaut und des Hirngewebes sorgen für die typischen Beschwerden bzw. Symptome, an denen ein Sonnenstich von anderen Hitzeschäden wie Hitzschlag oder Hitzekollaps zu unterscheiden ist.
[b]Wie bekommt man einen Sonnenstich?[/b]
Die Gefahr, einen Sonnenstich zu erleiden, besteht immer dann, wenn Kopf-, Hals- und Nackenbereich ungeschützt langer und intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Menschen mit empfindlicher, heller Haut und geringem oder fehlendem Haarwuchs sind besonders gefährdet; bei unter 2-jährigen Kleinkindern stellen die vergleichsweise dünnen Schädelknochen und die dazwischen liegenden Fontanellen ein zusätzliches Risiko dar.
[b]Woran erkenne ich einen Sonnenstich?[/b]
Die typischen Symptome eines Sonnenstichs treten üblicherweise erst mehrere Stunden nach Einwirkung der Ursachen auf. Als Anzeichen gelten
- ein heißer Kopf
- Übelkeit bis zum Erbrechen
- Ohrgeräusche
- Kopfschmerzen
- Nackenschmerzen bis hin zur Nackensteifigkeit
- Schwindelgefühl
- allgemeine Schwäche
Die Körpertemperatur ist dabei fast immer normal; Fieber ist eine seltene und eher untypische Begleiterscheinung.
In schweren Fällen kann es in Zusammenhang mit einem Sonnenstich zu Herzrasen, innerer Unruhe und Bewusstseinsstörungen mit eventueller Bewusstlosigkeit kommen.
[b]Wie behandelt man einen Sonnenstich?[/b]
Unter Anwendung einfacher Hilfsmaßnahmen verschwinden die durch einen Sonnenstich verursachten Beschwerden meist von allein.
Zunächst sollte der / die Betroffene mit erhöhtem Kopf und Oberkörper in den Schatten bzw. einen kühleren Ort verlagert werden. Ist das nicht möglich, bietet eine Kopfbedeckung erste Linderung. Die Apotheken Umschau empfiehlt zusätzlich zur Kühlung der überhitzten Areale Kopf- und Nackenwickel aus feuchten Tüchern aufzulegen. Kommen hierbei Eiswürfel, Kühlakkus oder Ähnliches zum Einsatz, dürfen diese niemals direkten Hautkontakt haben, sondern müssen vor Aufbringen in ein Tuch eingeschlagen werden.
Bei einem Sonnenstich ist normalerweise keine medikamentöse Behandlung erforderlich; bei auftretenden Bewusstseinsstörungen oder gar Bewusstlosigkeit ist jedoch unverzüglich ein Notarzt zu informieren.
[b]Wie gefährlich ist ein Sonnenstich? Können Langzeitfolgen auftreten?[/b]
Obwohl die Symptome bei angewandten Hilfsmaßnahmen in der Regel rasch abklingen, kann es vereinzelt zu Komplikationen kommen, die nicht ungenannt bleiben sollen. In schweren Fällen treten Hirnödeme auf, die zu einem Druckanstieg im Gehirn führen. Hierbei kann es zu Bewusstlosigkeit, Atemstillstand, Krampfanfällen oder gar Koma kommen. Bei kleineren Kindern führt ein Sonnenstich unter Umständen zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis).
[b]Wie beuge ich einem Sonnenstich vor?[/b]
Bei einem Sonnenstich handelt es sich um eine lokale Überhitzung einzelner Körperpartien und nicht – wie oft fälschlich angenommen wird – um eine Schädigung durch UV-Strahlen. Insofern stellen Hautschutzmittel wie Sonnencreme, -lotion oder -milch keine präventive Maßnahme dar.
Einem Sonnenstich lässt sich gut mit einfachen Mitteln vorbeugen. Achten Sie darauf, dass Kopf-, Hals- und Nackenbereich nicht ununterbrochen starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Ihre Apotheken Umschau empfiehlt das Tragen einer geeigneten Kopfbedeckung oder den Aufenthalt unter einem schattenspendenden Schirm; wichtig sind außerdem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und möglichst geringe körperliche Belastung.
Zum Schutz der Haut und zur Vorbereitung des Körpers auf Sonnenbäder leisten spezielle Präparate sowie die „innere Prävention“ durch geeignete Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel wie frisches Obst und Gemüse oder Kalziumtabletten gute Dienste. Um sich entsprechend zu informieren, empfiehlt Ihnen die Apotheken Umschau eine Beratung in Ihrer Apotheke.