Asteroiden

In dem Bereich zwischen Mars und Jupiter, wo sich gemäß der Titius-Bodeschen Reihe in 2,8 AE von der Sonne ein planet befinden müßte, kreisen zahlreiche Himmelsobjekte, die als Astroiden oder Planetoiden bezeichnet werden. Der erste Asteroid wurde am 1. Jänner 1801 in Palermo von G. Piazzi entdeckt und erhielt später den Namen Ceres; weitere drei Himmelskörper dieser Art, und zwar Pallas, Juno und Vesta, wurden zwischen 1802 und 1807 beobachtet. Später suchte man den Himmel systematisch nach solchen Objekten ab. Bis heute wurden mehr als 2000 Asteroiden katalogisiert. Der Großteil befindet sich im sog. Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, einige kreisen innerhalb der Marsbahn und ausserhalb der Jupiterbahn, und einer (Chiron) wurde zwischen der saturnbahn und der Uranusbahn entdeckt.

Asteroiden sind im Allgemeinen relativ kleine Körper: der größte bekannte (Ceres) hat einen Durchmesser von 1000km, doch die meisten sind nur einige Kilometer groß. Die Gesamtmasse der Asteroiden dürfte 1/2500 der Erdmasse entsprechen.

Die Meinungen über den Ursprung der Asteroiden gehen weit auseinander: einige halten sie für Teilstücke eines zerbrochenen Planeten, andere meinen, dass sich die Asteroiden in ihrer heutigen Form aus der Urmaterie verdichtet haben, und dieser Hypothese wird heute mehr Glauben geschenkt.