Das Sonneninnere

Im Inneren der Sonne herrschen Bedingungen, unter denen die Verschmelzung der leichteren Wasserstoffkerne zu schwereren Heliumkernen, die sog. Kernfusion, stattfinden kann. Da bei der Fusion zweier Kerne der neuentstandene Kern etwas leichter ist, als die beiden ursprünglichen Kerne zusammen, entsteht ein sog. ‚Massendefekt‘ und damit ein Energieüberschuss. Diese Energie wird in Form von Wärme und Licht in den Raum abgegeben. In einer Sekunde werden ca. 6 Millionen Tonnen Wasserstoff umgewandelt. 0,7% der Masse wird in Energie umgewandelt (E=mc2).

Um ein Zehntel der Sonnenmasse (das Zentrum) in Helium zu fusionieren, sind ungfähr 10 Milliarden Jahre nötig. Diese Zeitspanne ist mehr als ausreichend, um das lange Leben der Sterne zu erklären, das auch durch die geologischen Zeitalter bewiesen wird. Durch wiederholte Absorbations- und Ausstrahlungshandlungen wird die vom Sternkern freigesetzte Energie nach aussen transportiert und durchquert dabei verschiedene Schichten, die je nach der vorherschenden Interaktion zwischen Materie und Strahlen mit unterschiedlichen Namen bezeichnet werden.

Nach dem heute allgemein akzeptierten Modell befindet sich rund um de Kern eine Strahlungszone, in der der Energietransport durch Absorbtion der Strahlen durch die Atome und Wiederabgabe dieser funktioniert. Darüber erstreckt sich die konvektive Zone, in der die Energie vor allem durch Konvektion transportiert wird. In der folgenden Schicht, der Photosphäre, wird die Energie sowohl durch Strahlung als auch durch Konvektion weitergeleitet.