Die Korona der Sonne

Die Korona ist die äusserste Schicht der Sonnenatmosphäre. Während einer totalen Sonnenfinsternis kann man die sie gut beobachten. Da sich für die Korona keine eindeutige äussere Grenze bestimmen läßt, kann man ach für die Sonne keine genaue Grenze festlegen.

Die Helligkeit der Korona ist nicht sehr hoch. Nahe am Sonnenrand beträgt sie ungefähr ein Millionstel der photophärischen Helligkeit und in einer Entfernung von einem Sonnendurchmesser (vom Rand aus gerechnet) sogar weniger als ein Milliardstel. Damit ist die Helligkeit der Korona bedeutend geringer als die des Himmelsuntergrunds, und es ist schwierig, von der Erde aus Beobachtungen durchzuführen.

Aus diesem Grund sind die Beobachtungen, die von Satelliten oder Raumstationen aus gemacht wurden, sehr wertvoll. Sie haben zum Beispiel viele Informationen über die Röntgenstrahlung und die ultraviolette Strahlung der Sonne, die von der Erdatmosphäre absorbiert werden, eingebracht.

Die Veränderungen in der Form der Sonnenkorona zeigen einen zyklischen Verlauf. Diese systematischen Veränderungen hängen mit dem ‚elfjährigen Sonnenfleckenzyklus‘ zusammen. In der Zeit der geringsten Sonnenfleckentätigkeit ist die Korona länglich und erstreckt sich entlang des Äquators, während sie im Sonnenfleckenmaximum fast kreisförmig erscheint. Die Form der Korona beschreitet einen fließenden Übergang zwischen diesen beiden Extrema.

Aufgrund der geringen Dichte und der hohen Temperatur handelt es sich bei der Korona bezüglich der Anzahl der Teilchen um ein Elektronengas. Alle Atome sind nämlich mehrere Male ionisiert, und deshalb trägt jedes Atom mit vielen Elektronen zur Gesamtzahl der Teilchen bei. Im sichtbaren Spektrum der Korona findet man Linien, die auf hochionisierte Atome zurückgehen, wie zum Beispiel die Linie des vierzehnmal ionisierten Kalziums