Die Monde des Jupiter

Jupiter besitzt einen Ring, und bis heute sind 39 Satelliten bekannt, von denen aber nur 28 als Monde von der IAU (International Astronomical Union) anerkannt sind. Die größten Satelliten sind Amalthea, Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Amalthea ist ein kleiner, länglicher (250km×140km) Felsblock. Die anderen vier, die Galileischen Monde, die auch die Medici-Satelliten genannt werden, wurden 1610 von Galileo Galilei und Marius entdeckt. Sie waren die ersten Himmelsobjekte, bei denen man eine Bewegung beobachtete, deren scheinbarer Mittelpunkt nicht die Erde sein konnte. Damit dienten sie als Beweis für die heliozentrische Planetenbewegung des Kopernikus.

Sie (und auch Amalthea) kehren dem Planeten immer dieselbe Seite zu. Sie unterscheiden sich aber in ihrer Form und in ihren Merkmalen. Auf Io befinden sich zum Beispiel zahlreiche aktive Vulkane. Europa ist hingegen fast vollständig mit Eis bedeckt.

Ähnlich wie der Mond auf die Erde einwirkt, wirken auch die Galileischen Monde auf Jupiter ein, was zur Folge hat, dass Jupiter aufgrund der Flutkräfte allmählich verlangsamt. Dieselben Flutkräfte verändern auch die Umlaufbahnen der Monde, die sich langsam von Jupiter entfernen.

Io, Europa und Ganymed sind von Flutkräften in einer orbitalen 1:2:4 Resonanz gefangen, und ihre Umlaufbahnen nähern sich gegenseitig an. Kallisto ist beinahe Teil davon. In wenigen hundert Millionen Jahren wird auch Kallisto darin gefangen sein und mit exakt doppelter Umlaufzeit zu Ganymed Jupiter umkreisen und mit achtfacher Zeit zu Io.