Kometen

Diese plötzlich auftretenden und manchmal sehr auffälligen Himmelskörper zählen zu den ungewöhnlichsten Himmelserscheinungen.

Ein Komet setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Schweif und dem „Kopf“. Der Kopf besteht aus einem Kern und einer nebeligen Hülle, die als“Koma“ bezeichnet wird. Man nimmt an, daß der Kern aus Meteoritenmaterial (Gestein und Eisen) und Methaneis sowie Ammoniak, Kohlendioxid und Wasser besteht. Fast die gesamte Kometenmasse, die ungefähr einer Größenordnung von 10^-10 Erdmassen entspricht, ist im Kern konzentriert. Wenn sich ein Komet der Sonne nähert und sein Abstand etwa 2 AE beträgt, sublimiert das Eis des Kerns aufgrund der Temperaturerhöhung und läßt eine Gaswolke entstehen, welche die Koma darstellt; durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen (Sonnenwind) werden die Gase aus der Koma gerissen und in den Raum gedrängt, wo sie auf der sonnenabgewandten Seite hinter dem Kern den Schweif bilden. Kometen sind meist sehr groß: der Kopfdurchmesser kann bis 200.000 km betragen und der Schweif kann sich über eine Länge von einigen hundert Millionen km erstrecken.

Der Ursprung der Kometen ist noch umstritten. Man unterscheidet zwischen geschlossenen (Ellipse) und offenen (Parabel oder Hyperbel) Kometenbahn; nur im ersten Fall handelt es sich um periosische Kometen. Bei einigen dieser wiederkehrenden Kometen beträgt die Umlaufzeit weniger als 200 Jahre, weshalb sie „kurzfristige“ Kometen genannt werden, die meisten haben jedoch Umlaufzeiten zwischen 200 und einigen hunderttausend Jahren und werden als „langfristige“ Kometen bezeichnet. Zu den berühmtesten Kometen zählen der Enckesche Komet mit der kürzesten bisher bekannten Umlaufzeit (3,3 Jahre), der Halleysche Komet (6,6 Jahre), der 1846 in zwei Teile zerbrach.